Sie interessieren sich für Exportfahrzeuge?

pkwNOW zeigt Ihnen, was Sie beachten müssen

Um das Thema Exportfahrzeuge herrscht bei vielen Interessenten, aber auch bei manchen Verkäufern Unklarheit. Der Ausdruck wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet und hat im Gebrauchtwagenmarkt keine klar definierte Bedeutung. pkwNOW hilft Ihnen, besser einschätzen zu können, was es damit auf sich hat, welche Zielgruppen damit angesprochen werden und wie es mit dem Thema Gewährleistung und Exportfahrzeuge aussieht.

Mehr Infos zu pkwNOW

Professionelles Cartrading

mit wenigen Klicks

Was sind Exportfahrzeuge?

In der Automobilbranche wird der Begriff „Exportfahrzeuge“ in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Das kann zu Verwechslungen und Fehlern beim Kauf führen, weshalb hier Vorsicht geboten ist. Eine gängige Verwendung für den Begriff „Exportfahrzeuge“ sind zunächst solche Fahrzeuge, die von einem Hersteller für einen ausländischen Markt produziert werden. Die Gründe für die Produktion solcher Exportfahrzeuge liegen in der Regel darin, dass es für den Hersteller günstiger ist, ein bestimmtes Modell mit spezifischen, für einen ausländischen Markt geeigneten, Eigenschaften an einem bestimmten Standort zu produzieren. Die Fahrzeuge werden nach der Produktion also dem Markt des Herstellungslandes gar nicht erst zur Verfügung gestellt, sondern in das entsprechende Land exportiert. Ein anschauliches Beispiel für Exportfahrzeuge dieses Typs sind Fahrzeuge mit Rechtslenker, die nach der Produktion in Länder mit Linksverkehr exportiert werden. Aber auch weniger auffällige Merkmale können ausreichen, um Fahrzeuge zu Exportfahrzeugen zu machen. Hierzu gehören technische Details (beispielsweise der Lichtanlage), nicht gesetzeskonforme Verbrauchswerte oder optische Details. Deutschland, als Exportweltmeister, produziert jährlich eine enorme Stückzahl solcher Exportfahrzeuge für ausländische Märkte.


Exportfahrzeuge im Gebrauchtwagenhandel

Neben der oben genannten Definition für Exportfahrzeuge aus der Neuwagenproduktion haben sich im Gebrauchtwagenmarkt andere Bedeutungen für „Exportfahrzeuge“ etabliert. Hier werden mit der Bezeichnung solche Fahrzeuge versehen, die nicht mehr für den deutschen Markt geeignet sind, weil sie die Anforderungen, die an in Deutschland zugelassene Fahrzeuge gestellt werden, nicht mehr erfüllen. Die Gründe hierfür können beispielsweise ein Motorschaden oder zu hohe Schadstoffwerte sein. Exportfahrzeug bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass der Händler keine Gewährleistung für das von ihm verkaufte Fahrzeug übernimmt. Privatkäufer aus Deutschland können also als Exportfahrzeuge gekennzeichnete Fahrzeuge ebenso erwerben wie Gewerbetreibende. Die Kennzeichnung Exportfahrzeuge deutet lediglich darauf hin, dass ein Fahrzeug aus bestimmten Gründen für den deutschen Markt nicht mehr geeignet erscheint oder die Zulassung zu kostspielig wäre. Beim Kauf solcher Fahrzeuge sollte mit Bedacht vorgegangen werden, da der Zustand und jeweilige Marktpreis solcher Fahrzeuge deutlich schwanken kann.


 Verkauf des eigenen Fahrzeugs als Exportfahrzeug

Die begriffliche Verwirrung rund um das Thema „Exportfahrzeuge“ wird noch verstärkt durch Händler, die mit der Bezeichnung „Für den Export“ auf Kundenfang gehen. Damit soll dem potenziellen Verkäufer eines Fahrzeuges angezeigt werden, dass er sein Fahrzeug – das möglicherweise auf dem deutschen Markt nur noch einen geringen Wert besitzt – als Exportfahrzeug im Ausland noch mit Gewinn verkaufen kann. Autos mit hoher Laufleistung oder einem frühen Baujahr werden besonders gerne in diesem Zusammenhang als Exportfahrzeuge bezeichnet. Sogenannte „Kärtchenhändler“ aber auch andere Gebrauchtwagenhändler werben mitunter mit dem Argument, Fahrzeuge als Exportfahrzeuge weiterzuverkaufen. Als Verkäufer sollte man hier vorsichtig sein. Oft sind die Preisvorschläge solcher Händler alles andere als seriös und es besteht die Gefahr, sein Fahrzeug unter Wert zu verkaufen. Daher sollten nach Möglichkeit vorher Informationen über einen realistischen Verkaufspreis des Fahrzeugs eingeholt werden. Der Ausdruck Exportfahrzeug sagt zunächst also wenig über ein Fahrzeug aus. Grundsätzlich muss immer das Fahrzeug selbst, sein Zustand und die beabsichtigte Weiterverwendung berücksichtigt werden.